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Schlecker – For You. Vor Ort. Dieser Claim ist in den letzten Monaten heiß diskutiert worden. Wir möchten uns einer Wertung entziehen. Es ist nicht unsere Aufgabe, Kollegen zu beurteilen. Der Claim selbst sorgte allerdings nicht für den eigentlichen Zündstoff, sondern eine erklärende Stellungnahme des Unternehmens.

Der „Verein für Sprachpflege“ störte sich an der Sprachkonstruktion des Claims, sammelte Unterschriften und versandte diese in einem Brief an den Drogeriemarkt-Konzern. Bis zu diesem Zeitpunkt handelte es sich lediglich um eine Meinungsverschiedenheit über die Qualität und den Nutzen des Claims.

Die Antwort des Konzern hatte es schließlich in sich und die Reaktionen zeigen die Macht und Geschwindigkeit der Konsumenten im Zeitalter der Sozialen Medien.

Schlecker antwortete: „Dieses Motto sollte die durchschnittlichen Schlecker-Kunden, die niederen bis mittleren Bildungsniveaus zuzuordnen sind, ansprechen. Wir haben renommierteste Marketing- und Marktforschungsagenturen beauftragt, unter diesen Gesichtspunkten eine optimale Parole für uns zu finden.“

Womit der Konzern offenbar nicht rechnete war die Veröffentlichung des Briefes, denn dieser landete bei Facebook. Seit der Veröffentlichung entbrannte eine Welle der Empörung, die ein breites Medienecho mit sich zog, denn offenbar fühlten sich viele Kunden gekränkt. Wer hört schon gerne, dass er dem niederen bis mittleren Bildungsniveau zugeordnet wird? Update: Dieser Artikel erschien vor der Schlecker Pleite.